PRESSE-INFORMATION

 

Budenheim, 19. November 2017

 

Ralph Steffens als Bürgermeisterkandidat aufgestellt

Budenheimer Freidemokraten nominieren ihren Vorsitzenden und Beigeordneten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ralph Rainer Steffens

 

Die Freien Demokraten in Budenheim haben ihren Vorsitzenden und derzeitigen Beigeordneten Ralph Rainer Steffens als Kandidaten für die Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der verbandsfreien Gemeinde aufgestellt. Bei der Wahlversammlung im Budenheimer Restaurant „Goldener Ritter“ erhielt der Unternehmer 14 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Der langjährige Amtsinhaber Rainer Becker (CDU) wird am 31. August nächsten Jahres auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Amt ausscheiden. Die Wahl wird am 4. März stattfinden.

 

Zu Beginn der Versammlung überbrachte Ralph Steffens die Grüße des Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin, der aufgrund seiner Beteiligung an den Sondierungsgesprächen in Berlin nicht zugegen sein konnte. Der FDP-Kreisgeschäftsführer Steffen Jans, der die Versammlung in Höferlins Vertretung leitete, überbrachte die Zustimmung des Kreisvorstands zur Aufstellung eines FDP-Kandidaten: „Der gesamte Kreisvorstand begrüßt es ausdrücklich, dass die Freien Demokraten einen eigenen Kandidaten aufstellen werden. Dieses Selbstvertrauen sei besonders im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2019 ein positives und optimistisches Zeichen.“

 

Steffens fordert zweite Anbindungsbrücke zum Gewerbegebiet am Rhein

 

In einer energischen Vorstellungsrede erläuterte Ralph Steffens anschließend seine politische Agenda. Ganz oben auf der Liste steht eine baldige Lösung der sanierungsbedürftigen Brücke zum Gewerbegebiet am Rhein. Die bestehende Brücke von 1971, die als Kreisstraße 49 in die Zuständigkeit des Landkreises fällt, ist die einzige Verbindung von einem Ortsteil zum anderen über die Bahngleise. „Die in den nächsten vier bis fünf Jahren anstehende Sanierung werde voraussichtlich neun bis 12 Monate in Anspruch nehmen“, so Steffens. Da Grundstücke in ausreichender Größe fehlten, um in der entsprechenden Höhe über die Hochspannungsleitungen der Bahn zu gelangen, sei die naheliegendste Option einer Behelfsbrücke nicht zu realisieren. „Unser Vorschlag an den Kreis lautet deshalb, dass das für den Bau einer Behelfsbrücke notwendige Geld gleich in den Neubau einer zweiten Anbindungsbrücke an einer geeigneten Stelle investiert wird“, meint Steffens. Wenn die zweite Brücke rechtzeitig stehe, werde der Bau einer Behelfsbrücke entbehrlich und Steuergeld würde nicht sinnlos verschwendet werden.

 

Laut Steffens beschäftige sich der Gemeinderat mit diesem Projekt schon seit vielen Jahren, schließlich gehe es nicht nur darum, die Zu- und Abfahrt zu den Chemischen Fabriken sicherzustellen, sondern auch im Hinblick auf die Planungen des Baugebietes "Wäldchenloch" sowie weiterer Einkaufsmöglichkeiten, müsse die Anbindung über die Gleise zwingend sichergestellt werden. Um das Projekt weiter voranzubringen, hat Steffens deshalb bereits Kontakt mit dem Landesverkehrsministerium aufgenommen. Dort, so der FDP-Vorsitzende, kenne man das Projekt sehr genau und gehe vorbehaltlich der Prüfung des Landesrechnungshofes auch davon aus, dass der Bau einer zweiten Brücke förderfähig sei, allerdings warte man eben schon länger auf eine Entscheidung des Kreises. Für Steffens ist das Zögern der Kreisverwaltung indes unverständlich. „Nicht nur Landrätin Dorothea Schäfer (CDU), sondern auch der ehemalige Kreisbeigeordnete Adam Schmitt (FWG) befürwortete seinerzeit schon eine zweite Anbindungsbrücke – passiert ist bisher allerdings nichts“, so Steffens. An fehlenden Mitteln könne es im finanziell privilegierten Kreis jedenfalls nicht liegen. „Bürgerinnen und Bürger, Industrie und Gewerbe und nicht zuletzt unsere Feuerwehr brauchen jetzt dringend eine Entscheidung, deshalb werde ich mich mit allem notwendigen Nachdruck und gemeinsam mit unserer Kreistagsfraktion dafür einsetzten, dass endlich Mittel in den Haushalt eingestellt werden“, zeigt sich Steffens kämpferisch.

 

Steffens will den Zusammenhalt in der Gemeinde stärken

 

Der 60-jährige Ralph Rainer Steffens wurde in Saarbrücken geboren, ist zweifacher Vater und geschieden. Über Stuttgart und Mainz-Hechtsheim kam er 1972 erstmals nach Budenheim. Für einige Jahre lebte er in Mainz-Finthen, kehrte zwischenzeitlich aber immer nach Budenheim zurück, zuletzt 2008, wo er seitdem mit seiner Lebensgefährtin seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat. Das Abitur legte Steffens am Rabanus-Maurus-Gymnasium ab. Er ist gelernter Einzelhandelskaufmann, zuvor studierte er Archäologie und Geschichte in Mainz. Ralph Steffens ist Gründer und Inhaber eines Fachbildarchives für Archäologie, Architektur, Geschichte und Kunst, das weltweit nachgefragt wird. Seit 2014 ist er 2. Beigeordneter in Budenheim und Vorsitzender des dortigen FDP-Verbandes. Darüber hinaus begleitet eine Vielzahl von ehrenamtlichen Tätigkeiten in Sport und Kultur sein Leben. Wichtig ist ihm insbesondere Ehrlichkeit. So verschweigt er in seiner Vorstellungsrede weder die Tatsache, dass er sein Studium nicht abgeschlossen hat – mangels beruflicher Perspektiven in diesem Fachbereich – noch, dass er nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition im Bund im Jahr 1982 zeitweilig der FDP fern stand und später für 5 Jahre in die SPD eintrat. Hierzu sagt Steffens: „Damals konnte ich als junger Stammwähler der FDP diesen Schritt nicht verzeihen. Manche sehen diesen Parteiwechsel vielleicht kritisch, aber das gehört zu meiner Vita und ist Ausdruck meiner humanistischen Lebenseinstellung und deshalb werde ich das auch nicht verschweigen“ so Steffens. Er folge eben immer seinen Überzeugungen mit allen Konsequenzen.

 

Zu den Beweggründen seiner Kandidatur verweist Ralph Rainer Steffens auf die bisherige Arbeit im Gemeinderat. „Als Beigeordneter wirke ich seit nunmehr dreieinhalb Jahren an der Führung der Gemeinde mit, bin mit den Vorgängen und Planungen in Verwaltung und im Gemeinderat bestens vertraut. Ich möchte die geleistete Arbeit fortführen.“ Seine Stärken lägen vor allem darin, Personen, Meinungen und Vorstellungen konstruktiv zusammen zu bringen, Lösungen zu erarbeiten und diese mit Zähigkeit und Geduld durchzusetzen. „Nur wenn alle zusammenhalten, dann wird Budenheim eine starke und unabhängige Gemeinde bleiben. Darin sehe ich meine Aufgabe als Bürgermeister“, so Ralph Rainer Steffens.